„Kippmomente“
Junge Künstler*innen im Strieffler Haus der Künste
In Kooperation mit dem Institut für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst der RPTU Kaiserslautern-Landau präsentieren auch im Sommer 2026 wieder drei Masterstudierende ihre künstlerischen Arbeiten an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden im Strieffler Haus der Künste. Den Auftakt bildet eine gemeinsame kuratierte Ausstellung unter dem Titel „Kippmomente“, die am Dienstag, den 07. Juli 2026 um 19 Uhr im Rahmen einer Vernissage mit Begrüßung des Vereins und einer einführenden Rede durch Prof. Tina Stolt eröffnet wird.
Der Titel „Kippmomente“ bezeichnet Momente des Übergangs zwischen noch so und schon anders. Alle drei Künstler*innen setzen sich in ihren Werken mit diesen Augenblicken auseinander, in denen Gleichgewichte ins Wanken geraten, sich Perspektiven verschieben und Vertrautes in einem neuen Licht erscheint. Während die Vernissage die unterschiedlichen Perspektiven zusammenführt, rücken an den Folgewochenenden jeweils die einzelnen Positionen in den Fokus. Die Künstler*innen sind während der Öffnungszeiten vor Ort und freuen sich auf das Gespräch mit dem Publikum.
10.07 - 12.07.2026: Jonas Saling – 3D-Druck, Keramik, Druckgrafik
Ausgehend von seinem Hintergrund in der Biologie untersucht Jonas Saling die Übergänge zwischen natürlich Gewachsenem und Menschengeschaffenem und lässt beide Bereiche miteinander verschmelzen.
Seine Werke erinnern an biologische Strukturen, fossile Überreste und hochtechnisierte Objekte der Science-Fiction. Es entstehen hybride Formen aus 3D-Druck und Keramik, die sich einer eindeutigen Lesart entziehen und zwischen Organischem und Künstlichem sowie Vertrautem und Fremdem oszillieren.
Im Zentrum der Arbeiten stehen Prozesse der Transformation. Die skulpturalen und installativen Formen thematisieren instabile Zustände des Organischen, in denen sich Materialität und Form fortwährend verändern. Diese Schwebezustände erzeugen Irritation und Ungewissheit und laden die Betrachtenden dazu ein, Entstehungsprozesse, Materialtransformationen und ihre eigene Wahrnehmung zu hinterfragen.